SME Server:Documentation:User Manual:Chapter3/de

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Kapitel 3 - Speicherplatz für die Benutzer des SME Servers

Jeder auf dem SME Server angelegte Benutzer erhält nicht nur eine E-Mail-Adresse zum Empfang von E-Mails, sondern verfügt auch über ein eigenes Home-Verzeichnis, in dem er eigene Dateien abspeichern kann. Nur der Benutzer selbst hat Zugang auf dieses Verzeichnis, dass sich auf dem SME Server befindet. Technisch kann der Benutzer mit allen Betriebssystemen auf den Server zugreifen, die das SMB-Protokoll (Samba) oder AppleTalk unterstützen. Somit ist der Zugriff für die Populären Betriebssysteme Windows, Mac OSX und Linux kein Problem.


Windows

Der SME Server ist zur Zusammenarbeit mit Windows entwickelt und kann sogar als Windows Domänen-Controller eingesetzt werden, um servergespeicherte Benutzerprofile zu verwenden.

Sollte Ihr SME Server als Domänen-Controller konfiguriert sein und Ihr Client Computer Mitglied der Windows-Domäne sein, hat jeder Benutzer bereits automatisch eine Netzverbindung zu seinem Homeverzeichnis im H-Laufwerk. Gegebenenfalls werden zusätzliche Netzlaufwerke vollautomatisch bei der Anmeldung bereitgestellt, wenn der Administrator die Datei netlogon.bat entsprechend vorbereitet hat. Die Anmeldung erfolgt nämlich nicht mit lokalen Benutzern des Client Computers, sondern mit den SME Benutzern der Windows-Domäne. Jetzt ist es nur noch erforderlich, den Ordner "Eigene Dateien" auf das Laufwerk "H" umzuleiten. Dazu rufen Sie die Eigenschaften des Ordners "Eigene Dateien" auf und ändern den Wert "C:\Dokumente und Einstellungen\..." in "H:\" um.


Important.png Anmerkung
Servergespeicherte Benutzerprofile verbleiben immer auf dem Server und werden nur temporär auf den Client Computer synchronisiert. Damit ist es möglich, an unterschiedlichen Computern zu arbeiten und dennoch immer die gleichen individuellen Einstellungen beizubehalten sowie bei der Anmeldung ggfs. vollautomatisch weitere Netzlaufwerke zu erhalten. Außerdem ist nur so auch das zentrale serverseitige Backup der Benutzerprofile möglich. Aufwändige Sicherungen von Benutzerdaten der Client Computer können entfallen und sich auf Methoden zur Sicherung des Betriebssystems und der Anwendungen beschränken (z.B Image-Tools)

Sollte Ihr SME Server nicht als Domänen-Controller konfiguriert sein, benötigen Sie zunächst eine funktionierende Netzverbindung. In diesem Fall gibt es immer 2 Benutzer: einen lokalen Benutzer auf dem Client Computer und einen SME Benutzer. Sollten beide Benutzer und auch deren Kennwörter identisch sein, kann bereits direkt auf den SME Server zugegriffen werden. Dazu sollte der Windows-Explorer aufgerufen werden und in der Statuszeile die IP-Adresse oder der Name des SME Servers eingegeben werden, z.B. "\\192.168.1.1" oder "\\musterfirma"". Jetzt sind alle i-bays des SME Servers und auch das Homeverzeichnis des jeweiligen Benutzers sichtbar. Im Beispiel also der Benutzer "wmustermann" auf dem Server "musterfirma" unter "\\musterfirma\wmustermann". Jetzt ist es nur noch erforderlich, den Ordner "Eigene Dateien" auf das Laufwerk "H" umzuleiten. Dazu rufen Sie die Eigenschaften des Ordners "Eigene Dateien" auf und ändern den Wert "C:\Dokumente und Einstellungen\..." in z.B. "\\musterfirma\wmustermann" um. Weitee Netzlaufwerke werden nicht automatisch durch den SME Server bereitgestellt, sondern müssen durch die Benutzern einzeln durch Windows-Funktionen verbunden werden.


Important.png Anmerkung
Die Benutzung von Windows-Computern mit dem SME ohne Domänen-Controller ist nicht besonders effektiv. Sie müssen dazu einen lokalen Benutzer anlegen, dessen Name und Kennwort identisch mit dem SME Benutzer ist. Bei Umleitung des Ordners "Eigene Dateien" auf den Server wird dieser Ordner zwar zentral durch das SME Backup gesichert, alle anderen Profileinstellungen des Benutzer verbleiben aber lokal auf dem Client und müssen dort aufwändig extra gesichert werden. Die Bereitstellung weiterer Netzlaufwerke ist ohne Domänencontrollerfunktion des SME Servers hier nicht möglich. Die Verwendung des SME Servers ohne Domänen-Controllerfunktion sollte nur dann nicht erfolgen, wenn in Ihrem Netzwerk bereits ein anderer Server diese Augabe übernimmt.

Mac OSX

Bei Apple's Mac OSX Betriebssystem können Sie wählen, ob Sie über SMB oder AppleTalk auf Netzlaufwerke des SME Servers zugreifen möchten. Der Server stellt beide Protokolle bereit und ist damit auch für die Zusammenarbeit mit älteren Mac OS Versionen vor OSX bereit.

Voraussetzung für die Nutzung der Netzlaufwerke ist natürlich, dass Ihr Mac OSX Client im lokalen Netzwerk konfiguriert ist und über TCP/IP eine IP-Adresse, möglichst über DHCP des SME Servers erhalten hat.

Um auf Netzlaufwerke zuzugreifen, rufen Sie den Finder auf, rufen den Dialog "mit Server verbinden" auf und geben den Namen des Servers ein, z.B. "musterfirma". Sie werden aufgefordert, sich anzumelden und erhalten eine Liste der über das AppleTalk-Protokoll (AFP) verfügbaren Netzlaufwerke, unter anderem auch das Benutzerlaufwerk, das dem angemeldeten Benutzer exklusiv zur Verfügung gestellt wird.

Wenn Sie das schnellere SMB-Protokoll verwenden wollen, müssen Sie lediglich beim Dialog "mit Server verbinden" das SMB-Protokoll mit angeben, z.B. "SMB://musterfirma". Sie erhalten nach der Anmeldung die gleichen Laufwerke zur Auswahl wie unter AFP.

Linux

Bei Linux Betriebssystemen wird häufig über das NFS-Protokoll auf lokale Netze zugegriffen. Dieses Protokoll wird nicht vom SME Server unterstützt. Da die meisten Linux-Distributionen aber auch über SAMBA verfügen, wird hier davon ausgegangen, das Ihr Linux Client bereits Samba installiert hat.

Voraussetzung für die Nutzung der Netzlaufwerke ist natürlich, dass Ihr Linux Client im lokalen Netzwerk konfiguriert ist und über TCP/IP eine IP-Adresse, möglichst über DHCP des SME Servers erhalten hat.

Um auf Netzlaufwerke zuzugreifen, rufen Sie im Windowmanager Ihrer Distribution den präferierten Dateimanager auf, z. B. im populären KDE den Konqueror und geben in der Statuszeile "smb://musterfirma"" ein. Sie werden aufgefordert, sich anzumelden und erhalten eine Liste der verfügbaren Netzlaufwerke, unter anderem auch das Benutzerlaufwerk, das dem angemeldeten Benutzer exklusiv zur Verfügung gestellt wird.